LIFE die Reportage des DolomythiCup 2017 im Rai Sender BozenMarseille 2017 3. Regattatag
Lissabon 2018 Foto von Markus FringsTeam 2017

Ein Gedicht von unserem DolomythiCup Troubadix Franz Wimmer

Das Segelrevier im Solent

In Europa jeder Segler kennt.

Kaum ein Südtiroler war schon da,

Dieses Jahr war es eine ganze Schar.

Den Dolomythicup hier zu bestreiten,

was will man denn als Segler mehr,

Anstatt der Insel der Kornaten,

gab es Bojen hier,  wie Sand am Meer.

Die Starts hatten so ihre Tücken,

das halbe Feld war zu früh dran,

Offizier Pet konnte das nicht entzücken,

der Start wurde verlegt, kurzer Hand.

Im Kampf gegen Strömung , Wind und Wellen,

den Bojen war man oft sehr nah,

ein andermal wegen der blöden Strömung

die Boje nicht erreichbar war.

Zur Königsetappe Round oft the Island,

alle waren voll motiviert...

schon wieder diese verdammte Strömung

bei der ersten Marke eine Stunde man verliert.

Die Needles ganz draussen im Westen

Edy sogar in die Berge fuhr,

Was er von oben sehen mußte,

Ging im volle gegen die Seglernatur.

Regattensieger, Tagessieger,

King of Isalnd, liebe Leut,

Vom Letzen bis zum gesamten Sieger,

Edy, alle hatten a riesen Freud.

Pet ein Gentleman der alten Schule,

Hat Segler aus Südtirol noch nie gesehen,

Trotzdem macht er Komplimente,

Und freut sich 2014 auf ein Wiedersehen.

Eine Ode an den Solent geschrieben von Michael Widmann

Oh Du Solent, Wiege des Segelsports,

wie schwer hast Du unsere Kurse gestaltet,

wie oft hast Du uns mit Deinen Strömungen

über die Startlinie gespült und das Ziel oft

unerreichbar scheinen lassen.

Erbarmungslos hast Du Deine Wegmarken

zu unumrundbaren Hindernissen gemacht

und so manch einem Bug Deinen Stempel

aufgedrückt, meistens in gelb- schwarz, oder

dezentem rot.

Du hast Dich zu Pete's Komplizen gemausert,

dem es durch Dich gelungen ist -hinterhältigst-

so manch einem Gegner durch schwarze

Flaggensignale schon am Start den Wind

aus den Segeln zu nehmen.

Dennoch hast Du Dich von Deiner besten Seite gezeigt,

hast Deine Macht und Gewalt in Zaum gehalten,

uns die Möglichkeit gegeben, nach der Umrundung

der Isle of White, trockenen Fußes von Bord zu gehen.

Einigen hast Du den Wind abgedreht, andere sind in

Richtung Ziel gespült worden, aber allen hast Du

dieses Abenteuer gegönnt. Hab Dank dafür!

Jeder ist an den Needles vor Ehrfurcht erblasst,

ob Deiner Schönheit und Kraft.

Noch nie wurde von unsereins ein so beeindruckendes

Naturschauspiel beobachtet, das es uns erlaubte, bei

vollem Spinnaker minutenlang an einer Wendeboje zu

verweilen und trotz aller seemännischer List keinen

Meter voran zu kommen.

Danke Dir und all jenen, die dieses Ereignis zu dem

haben werden lassen, was man als einen der

Höhepunkte eines bescheidenen Seglerlebens

bezeichnen kann.

Nach der Ballade „Die Kraniche des Ibykus" von Friedrich von Schiller
Text bearbeitet von Franz Wimmer
Gewidmet den Organisatoren und allen Teilnehmern

Zum Kampf der Barken und Gesänge,
der in den Kornaten Meeresengen
viele Südtiroler froh vereint
mit Edy Scherer dem Seglerfreund.
Ihm geschenkt waren organisatorisch' Gaben,
der DolomythiCup ist einfach toll,
so fährt er schon an herbstlich Tagen
nach Dalmatien – der Ideen voll.

Im Frühjahr – nichts regt sich um ihn her,
nur Schwärme von Segler begleiten ihn,
die ferner nach des Südens Wärme
in weiß-rotem Geschwader zieh´n.
Seid mir gegrüßt befreund'te Scharen,
die mir schon oft Begleiter waren,
zum guten Zeichen nehm´ ich Euch,
mein Los, es ist dem Euren gleich.

Den DolomythiCup, die Challenge zu gewinnen,
das ist unser hehres Ziel,
Poseidon weiß, es kann gelingen,
wenn Aphrodite es so will.
Wer zählt die Menschen, nennt die Namen,
die segelnd hier zusammenkamen
von der Stadt Bozen, von überall
vom hohen Berg und tiefen Tal.

Vom Überetsch und Unterland,
vom Vinschgau und dem Meraner Land
vom Eisack-, Wipp- und Pustertal
und aus den Dolomiten allemal.
Ein Gast, sogar aus Sarenthein,
(do san eppar wenig Seglar drein)
der DolomythiCup ein sportlich Fest
für Segler, Sponsoren und für Gäst.

Wer siegen will, der muss was leisten,
doch oft ermüdend sinkt die Hand,
sie hat der Computer zarte Tasten,
doch kaum des Windes Kraft gebannt.
Im Kampf gegen Eos, Wind und Flauten,
gegen Untiefen, Riffe und Blondls Kurs,
an dieser Stell' möchte ich verlauten,
er nächstes Jahr wieder kommen muss.

Zwischen dreihundert Inseln der Kornaten,
wie find´ man da den richt´gen Kurs,
wo ist das Ziel, wer kann es sagen,
welch´ Insel man wie umrunden muss.
Man ruft die Geister an, die Götter,
nach Süden, Norden, West und Ost,
das Flehen dringt zu keinem Retter,
das Ziel ist noch so weit von uns.

Bei Zeus, wer kreuzt da uns´re Bahnen,
Protest, Protest, das ist nicht fair,
reißt sie heraus die roten Fahnen,
ein Schrei – der Blondl, der muss her!
Doch kommt vom Olymp ein mahnend' Zeichen,
bleibt Freunde, denn es soll so sein,
solch' Schuld kann sühnend man begleichen
mit einer Kiste Bier, einer Flasche Wein.

Drum lasset uns die Gläser heben
mit Wein, Sekt, Bier, denn eins ist klar,
der DolomythiCup, der soll leben,
wir kommen wieder – nächstes Jahr.

DolomythiCup Challenge 2010 "Gschicht'n" von Michael Widmann

Wieder einmal geschafft hat es der Edy mit seinem Komitee,
28 Mannschaften auslaufen zu lassen auf hohe See.
Traumhaft die Tage, oft frisch, oft flau der Wind,
freute sich jeder Segler, wie ein kleines Kind.
Den Kornaten entlang, mit dem Bug an den Wellen feilen,
vom Start an die Markierungen anpeilen,
des Schmidleitner Gerd seine, die angelegt sind wie keine,
um dann nach Stunden und vielen Meilen,
glücklich das Ziel zu passieren und mit allen Seglerfreuden zu teilen,
den sicheren Hafen anzulaufen,
und fachsimpelnd auf dem Andreolli- Party- Boot zu sau....
Der Sonne ihr Kreis schliesst sich im tiefblauen Meer,
langsam, oft sehr langsam findet jeder seine Koje,
träumt schon von der in Luv oder Lee liegenden Boje,
vom Spi im Wind und von den Gegnern, die im Kielwasser folgen geschwind.
Der nächste Tag beginnt am Start mit Adrenalin,
des Gerd's Startpistole schiesst, aber gottlob, niemand ist hin.
Alle Kiele bleiben ganz, kaum was geht zu Bruch,
nur die Windböen zerfetzen manch Spinnaker- Tuch.
Auf hoher See wird hart gesegelt, aber fair und kollegial,
trotzdem passiert es das eine ums andere Mal,
dass einer der Mannschaft ins Wasser plumst,
und den Kollegen die Regatta verhundst.
Andere versuchen elegant, so wie der Plunger Luis,
ein "Frau über Bord- Manöver" zu fahren,
ohne zu denken an die Gefahren,
jedoch die Frau kraftvoll und ungebrochen,
kommt wieder zurück an Bord gekrochen.
Nichts gewesen ausser nass, aber für die anderen war es,
nach überstandenen Schrecken, ein Riesenspass.
So geht eine Regattawoche mit vielen Erinnerungen zu Ende,
in den Gedanken bleiben Startschuss, Halse und Wende,
viele traumhafte Bilder und Erlebnisse,
beste Küche, Freude und Wehmut über Ergebnisse,
was uns alle aber verbindet und ein Teil von uns ist dafür geboren,
ist die Meeresluft in der Nase und eine stete Brise um die Ohren.

Ahoi Edy, bis zum nächsten Jahr.
Michael Widmann, wwwindsquare